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Handlungsfeld Wirtschaft

Innovative zeitgenössische intelligente Industrie: Produktdesign, automatisierte Produktionslinie, Lieferung und Vertrieb mit Menschen, Robotern und Maschinen, Industrie 4.0-Konzept © iStock | elenabs

Mission

Wir begleiten die digitale Zukunft der sächsischen Wirtschaft mit dem Ziel die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu steigern, und Sachsen als führender Digitalstandort in Europa zu etablieren. Dafür unterstützen wir die sächsische Wirtschaft, branchen- und technologieoffen, bei der Entwicklung digitaler Innovationen und der digitalen Transformation und aktivieren weitere Kooperationen und Vernetzungen.

Der digitale Wandel ist einer der wichtigsten Innovationstreiber für die sächsische Wirtschaft. Mit dem Fortschritt der Digitaltechnologien – sowohl im Hardware- wie auch im Softwarebereich – gehen beispiellose und tiefgreifende Veränderungen einher, die nicht nur Unternehmensstrukturen, ganze Branchen und Märkte, sondern auch unsere soziokulturelle Interaktion, unseren Lebensstil und unser Verhalten umfassen. Digitale Innovationen sind ein Schlüssel für die Bewältigung aktueller, aber auch zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen und daher auch für die Wirtschaft von hoher Relevanz. Die Automatisierung von Herstellungsprozessen und -verfahren ermöglicht Effizienzgewinne, schont knappe Ressourcen, reduziert Umweltbelastungen und steigert die ökologische Nachhaltigkeit. Aktuelle Treiber für neue und individualisierte Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle sind Technologietrends wie Big Data, Künstliche Intelligenz (KI), Robotik, Distributed Ledger-Technologien, Plattformlösungen und digitale Kundenschnittstellen. Die Mensch-Maschine-Interaktion, virtuelle Realität, Vernetzung von Personen und Objekten sowie deren Integration in das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) schaffen ungeahnte Möglichkeiten.

Das wirtschaftliche Potential des digitalen Wandels ist immens. Für etablierte wie auch junge Unternehmen in Sachsen bieten sich damit große Wachstumschancen. Insbesondere die Gründung und das Wachstum von Unternehmen, die mit digitalen Geschäftsmodellen arbeiten oder Produkte und Dienstleistungen anbieten, die auf digitalen Spitzentechnologien basieren, beeinflussen nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen nachhaltig positiv, sondern sie bereichern damit das bestehende Ökosystem und schaffen so die Basis für neue Start-ups, Geschäftsideen und -modelle sowie Kooperationen. Die Zusammenarbeit der vielen verschiedenen Akteure im Ökosystem ist dabei ein wesentlicher Faktor für dessen weitere positive Entwicklung. Daher gilt es, für den Digitalstandort Sachsen strategisch wichtige Akteure, die Kooperationen vorantreiben, zu unterstützen. Für Sachsen insgesamt kann die digitale Transformation in der Wirtschaft zu Wohlfahrtsgewinnen führen, von der auch breite Bevölkerungskreise profitieren werden.

Die Digitalisierung von Geschäftsmodellen und internen unternehmerischen Abläufen ist produktivitätserhöhend und erschließt für Unternehmen neue Wertschöpfungspotentiale. Unternehmen mit digitalen Dienstleistungen und Organisationsformen erweisen sich darüber hinaus widerstands- und anpassungsfähiger gegenüber Schocksituationen. Auch wenn die Vorteile der digitalen Transformation für Unternehmen auf der Hand liegen, ist der Prozess in der kleinteilig strukturierten sächsischen Wirtschaft kein Selbstläufer. Insbesondere kleinen Unternehmen und Kleinstunternehmen gelingt der Einstieg in die Veränderungsprozesse oftmals nur zögerlich. Diese Unternehmen haben einen hohen Sensibilisierungsbedarf und benötigen adressantegerechte und zum Teil sehr niedrigschwellige Unterstützungsangebote.

Mit der Entwicklung digitaler Möglichkeiten nehmen auch die Anforderungen an die digitalen Fähigkeiten der Unternehmen zu. Dies bedeutet, dass der Bedarf für Weiterbildungen für die Beschäftigten der sächsischen Unternehmen ansteigt und aufgrund des dynamischen Charakters des digitalen Wandels kontinuierlich gedeckt werden muss.

Daten sind für Unternehmen eine wesentliche strategische Ressource und beinhalten großes Wertschöpfungspotenzial. Für Unternehmen ist daher die Datenverfügbarkeit, auf eigene wie von externen Daten, beispielsweise der öffentlichen Hand und der Zugang zu Infrastrukturen, wie etwa Datenplattformen oder Hochleistungsrechner, von zunehmender Bedeutung. Beim Thema Daten steht auch immer der Sicherheitsaspekt im Fokus. Unternehmen benötigen daher resiliente Datenräume, denen sie ihre sensiblen Daten anvertrauen können.

In dem Maß, wie die Anwendung von digitalen Technologien in Unternehmen zunimmt, erhöht sich auch die Abhängigkeit von diesen. Cybersicherheit ist eine unabdingbare Grundlage erfolgreicher Geschäftsprozesse in der digitalen Welt. Daher muss bei der digitalen Transformation in der Wirtschaft und konkret in Unternehmen zum Schutz gegen Cyberkriminalität oder Wirtschaftsspionage zwingend die Informationssicherheit mitgedacht werden. Nachlässigkeiten in diesem Bereich können die Existenz von Unternehmen zerstören und sind daher unbedingt zu vermeiden.

1. Unterstützung der sächsischen Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche als strategische Schlüsselbranche der sächsischen Wirtschaft bei der Erreichung ihres selbstgesteckten und ambitionierten Zieles, einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen in Sachsen von ca. 70.500 (Stand 2021) auf 100.000 Personen in 2030 zu erreichen (Federführung SMWA)

2. Festigung der Bedeutung Sachsens als größter, innovativster und fortschrittlichster Mikroelektronikcluster in Europa. Gemeinsam mit deutschen und europäischen Partnerregionen werden wir wichtige Projekte von gemeinsamen europäischem Interesse voranbringen, um zur Erreichung des ehrgeizigen Ziels der EU, bis 2030 den Anteil Europas an der weltweiten Chipproduktion auf 20 Prozent zu erhöhen, beizutragen (Federführung SMWA)

3. Erarbeitung eines Konzeptes für eine regelmäßige Erfassung des Standes der digitalen Transformation in der sächsischen Wirtschaft in 2023 und Umsetzung ab 2024, für die Evaluation und Ausrichtung weiterer Unterstützungsangebote (Federführung SMWA)

4. Kontinuierliche Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen beim Prozess der digitalen Transformation, inklusive des Themas der Informationssicherheit (Federführung SMWA)

5. Initiierung eines Firmennetzwerkes in Sachsen zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen beim Thema Informationssicherheit durch die Digitalagentur Sachsen gemeinsam mit Partnern wie bspw. Kammern und BSI-zertifizierte Sicherheitsdienstleister bis Ende 2023 (Federführung SMWA)

6. Kontinuierliche Unterstützung des digitalen Ökosystems in Sachsen, seiner Sichtbar- und Erlebbarmachung sowie der Anbindung an nationale, europäische und internationale Netzwerke (Federführung SMWA)

7. Laufende aktive Bewerbung der potenziellen Industrie- und Gewerbeflächen für Unternehmensansiedlungen aus dem Bereich der Digitalwirtschaft und kontinuierliche Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen in Sachsen, um weitere Ansiedlungen und Standortserweiterungen von mittleren und großen Unternehmen auch aus der Digitalwirtschaft zu ermöglichen (Federführung SMWA)

8. Entwicklung konkreter Unterstützungsangebote für eine weiblichere Start-up-Szene in Sachsen bis 2024 (Federführung SMJusDEG)

9. Die sächsische Digitalarchitektur für den Tourismus SaTOURn wird aktiv durch die Partner und Leistungsträger gepflegt und beinhaltet bis 2025 ein Großteil der touristischen Highlights (Federführung SMKT)

10. Das Tourismusnetzwerk Sachsen hat sich bis 2024 als die wesentliche interne Informations- und Kommunikationsplattform zu touristischen Themen etabliert (Federführung SMKT)

11. Bis zum Jahr 2025 sind sämtliche interessierte sächsische Beherbergungsbetriebe online auf nationalen bzw. internationalen Buchungsplattformen buchbar (Federführung SMKT)

12. Die touristischen Leistungsträger werden laufend zu Möglichkeiten der Digitalisierung von Prozessabläufen geschult und können Kurzberatungen zu individuellen Themen in Anspruch nehmen (Federführung SMKT)

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